Die Cellistin und Schauspielerin Heike Schuch gehört zu den herausragenden Musikern und vielfältigsten Künstlern ihrer Generation. In Deutschland geboren, erhielt die Tochter Rumäniendeutscher Aussiedler ihren ersten Cellounterricht im Alter von sechs Jahren an der Musikschule ihrer Geburtsstadt Neuss. Als sie bereits 2 Jahre später einen ersten Preis bei dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ gewann, wurde man auf das besondere Talent aufmerksam. Kurz darauf folgte ihr Debut als Solistin im Zeughaus Neuss mit dem e-Moll Konzert für Violoncello und Orchester von Antonio Vivaldi.

Bereits sechzehnjährig bestand sie die Aufnahmeprüfung am Konservatorium Maastricht und wurde sowohl dort, als auch an der Hochschule für Musik Köln, als Jungstudentin aufgenommen. Ab 2006 setzte sie ihre musikalische Ausbildung, welche sie mit Auszeichnung abschloss, am Mozarteum Salzburg bei Enrico Bronzi und Clemens Hagen fort.

Weitere wichtige künstlerische Impulse erhielt sie bei der Arbeit mit Größen wie Arto Noras, David Geringas, Heinrich Schiff, Natalia Gutman, Frans Helmerson, Gary Hoffman, Anner Bylsma, Ralph Kirshbaum, Siegfried Palm, Janos Starker, Valentin Erben (Alban Berg Quartett), Arnold Steinhardt (Guarneri Quartett) und Rainer Schmidt (Hagen Quartett).

 

Zu ihren Auszeichnungen gehören schon früh erste Preise beim nationalen Wettbewerb „Jugend musiziert“ in der Wertung Cello solo, wie auch als Mitglied verschiedener Ensembles. Spätere Teilnahmen an internationalen Wettbewerben (z.B. Tchaikovsky (Moskau), ARD (München), Paulo (Helsinki), Naumburg (New York) führten diesen Weg fort. So gehörte sie zu den Finalisten des internationalen Kammermusikwettbewerbs „Gaetano Zinetti“ und gewann mit ihrem Trio beim IV. Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb in Danzig den 2. Preis und den von der Brahmsgesellschaft Hamburg gestifteten Sonderpreis. Neben diesen Wettbewerbserfolgen erhielt sie als jüngste Preisträgerin (14 Jahre) den Kunstförderpreis der Stadt Neuss und wurde in Berlin mit dem Europäischen Förderpreis der Kulturstiftung „ProEuropa“, sowie im Rahmen der Salzburger Festspiele mit dem Förderpreis der Stadt Salzburg ausgezeichnet.

Als Solistin trat sie mit den großen Standardkonzerten und auch einigen Exoten der Celloliteratur in Erscheinung (u.a. mit dem Beethoven Orchester Bonn, Deutsche Kammerakademie Neuss, Akademische Philharmonie Heidelberg, Schumann Camerata Düsseldorf, Philharmonie Salzburg, Bonner Kammerchor). Darüber hinaus konzertiert sie als leidenschaftliche Kammermusikerin regelmäßig auf internationalen Bühnen in Europa, Asien, Nord und Südamerika. So trat sie bereits u.a. bei den Salzburger Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, Gergiev Festival Mikkeli (Finnland), Kent Naganos Festival „La Virée Classique“ in Montréal, dem Rio International Cello Encounter, Festival Dino Ciani (Pisa), Palace Music Concert Series (Tallinn) und dem International Music Festival Phnom Phen auf. Zu ihren Kammermusikpartnern zählten dabei Persönlichkeiten wie Arto Noras, Jörg Widmann, Pavel Vernikov, Piia Komsi und Martti Rousi. Eine regelmäßige Zusammenarbeit mit Kammer-, Sinfonie- und Opernorchestern (z.B. Bamberger Symphoniker, Finnisches Rundfunk Sinfonieorchester, iPalpiti (Los Angeles), Münchner Rundfunkorchester, Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Deutsche Kammerakademie Neuss, Bayerische Kammerphilharmonie, Teatro Regio di Torino, Hamburger Symphoniker, Kammerphilharmonie Bremen, Philharmonie der Nationen), ihre Lehrtätigkeit bei internationalen Meisterkursen und als Assistentin von Martti Rousi an der Sibelius Akademie in Helsinki, sowie regelmäßige Ausflüge in die U-Musik (z.B. als Background Cellistin von Kanye West oder der Folk Rock Band "Versengold") komplettieren das Bild der „Allroundmusikerin“. Seit Februar 2020 ist sie zudem die neue Bassistin der Stader Rock Band "Fave Experience".

 

Sie war Stipendiatin der Stiftung Kunst und Kultur NRW, des Lions Club, der Dr. Jost-Henkel Stiftung und der Deutschen Kammerakademie Neuss. Mit Border Collie "Charlie" und Tierschutzkatze "Chaplin" hat sie ihr Zuhause inzwischen im Großraum Hamburg gefunden.

 

Heike spielt ein klassisches Cello von Lorenzo Ventapane, Neapel 1820,

ein Yamaha SVC 210 E-Cello, sowie einen Fender Jazz Bass.

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